Schweres Wetter haben Claudia und Jürgen Kirchberger am eigenen Leib vielfach erfahren. In hohen Breiten, aber auch oft genug in vermeintlich friedlichen Revieren. Jürgen hat seine Erfahrungen im Buch „Sturmsegeln“ zusammengetragen und gibt im Micro-Seminar viele Tipps zu Ausrüstung und Taktik bei schwerem Wetter auf See und im Hafen.
Das kleine Fazit vorweg: Große Stürme lassen sich oft mit guter Planung umschiffen. Gleichzeitig nehmen schwer vorhersagbare lokale Ereignisse zu. Wir zeigen Wege durch Starkwind- und Sturmmomente – nicht nur auf Hoher See. Neben Abwettern, Beiliegen und Beidrehen erklären wir den Umgang mit Seeanker, Jordan Series Drogue und auch, welche Tricks es gibt, damit ein Anker selbst im Orkan besser hält. Letztlich ist es bei Stürmen auch im sicher geglaubten Hafen nicht immer ungefährlich. Hierzu sprechen wir über richtiges Vertäuen und gute Liegeplatzwahl.
Dass Landschutz nicht immer die beste Idee ist, weiß auch Jan-Erik Kruse. Der Autor von „Yachtunfälle“ nimmt uns mit auf eine Reise zu den Tücken der Grundsee: Wie sie entsteht, warum sie so gefährlich ist und wie man die Gefahr in der Seekarte erkennt.
Durch den Abend führen Marlene und Bert Frisch, gemeinsam mit Hinnerk Weiler.
11.02.2026 - 19 Uhr – TO Blauwasser Micro-Seminar
Montag, 16. Februar 2026 – 20.00 Uhr
oder
Mittwoch, 29. April 2026 – 20.00 Uhr
Radar und AIS gehören auf vielen Yachten heutzutage zur Standard-Ausrüstung. Wie die Technik funktioniert, warum es wichtig ist, sie zu verstehen, und wie mit diesem Hintergrundwissen die Signale richtig interpretiert werden, erklärt Weltumsegler Sönke Roever in diesem Praxis-Seminar äußerst anschaulich.
Dazu unternimmt Sönke Roever mit den Teilnehmern einen bildreichen Streifzug durch die verschiedenen Funktionen, die Radar und AIS heutzutage bieten, inklusive der Frage, welches der beiden Systeme an Bord wichtiger ist.
Dienstag, 14. April 2026 – 20.00 bis 22.00 Uhr
Verlässliche Wetterinformationen sind eine sehr wichtige Grundlage für den Erfolg eines Segeltörns. Beispielsweise bestimmt das Wetter den Wind, der uns voranbringt. Gleichzeitig birgt es aber auch zahlreiche Gefahren wie Gewitter, Böen oder Wellen. Was wir in diesem Kontext als Segler brauchen, ist eine Prognose. Heutzutage wird dabei fast ausnahmslos Software eingesetzt.
https://www.blauwasser.de/online-seminar/wettersoftware
Wichtige Änderung im Sprechfunk durch VDES!
Ihr habt ein UKW-Funkgerät auf eurem Boot? Dann aufgepasst!
Einige von euch werden sich fragen, was VDES eigentlich ist. Übersetzt heisst dies „VHF Data Exchange System“. Das System dient, wie auch das bekannte AIS, dazu, Bandbreite für einen digitalen Austausch auf dem Wasser zur Verfügung zu stellen. Genutzt wird dieses System bspw. überwiegend vom Militär oder von Forschungseinrichtungen.
Die Änderungen zum 01.01.2024 betreffen aber auch viele Sportschiffer, denn es wurde beschlossen, dass mit Beginn diesen Jahres ein Teil der Funkkanäle (simplex und duplex) nicht mehr genutzt werden dürfen. Diese sind zukünftig nur noch für das VDES System nutzbar.
Folgende Kanäle sind hiervon betroffen:
24 bis 28 + 84 bis 86 und die 96
Das Funken ohne entsprechende Lizenz stellt eine Straftat dar und wird entsprechend schwerwiegend geahndet. Betroffen sind sowohl Seefunk als auch der Binnenbetrieb. Viele Hersteller bieten entsprechende Updates für die Funkgeräte an. Bitte informiert euch hier beim entsprechenden Anbieter.
Euer NavShip-Team
Das neue VDES
Die Antwort auf diese Herausforderungen liegt im „VHF Data
Exchange System“ (VDES), das als Weiterentwicklung von AIS konzipiert ist. VDES basiert auf dem etablierten „Global Maritime Distress and Safety System“ (GMDSS) und erweitert die Fähigkeiten der Schiffsidentifikation und Datenübertragung. Im Gegensatz zu AIS, das ausschließlich auf UKW-Frequenzen basiert, nutzt VDES eine breitere Palette von Frequenzen, einschließlich UHF, L-Band und Satellitenkommunikation. Dies ermöglicht eine erheblich verbesserte Reichweite und eine erhöhte Bandbreite für Datenübertragung. Anders als AIS ist VDES kein System für die Freizeitschifffart, sondern für die Berufsschifffart und für das Militär.
Was ändert sich
für die Nutzer?
Da für die Datenübertragung auch gewisse Bereiche der UKW-
Frequenzen genutzt werden, fallen ein paar Kanäle für die analoge Funkübertragung weg. Explizit sind die Kanäle 24-28, 84-88 und Kanal 96 betroffen. Diese dürfen seit dem 1.Januar 2024 nicht mehr genutzt werden, da sie exklusiv für das VDES reserviert sind.
Bei einigen neueren Geräten kann eigenständig oder durch einen Händler eine Sperre für die entsprechenden Kanäle einprogrammiert werden. Geräte, die nach dem Verbot dieser Kanäle erworben wurden, sollten diese Sperre bereits besitzen. Wer ein älteres Gerät besitzt, bei dem sich eine solche Sperre nicht einrichten lässt, dem bleiben nur zwei Optionen: Einen Zettel mit einem dicken Ausrufezeichen und den verbotenen Kanälen neben das Funkgerät kleben oder in ein neues Gerät investieren.
Verbot nur in der EU
Bislang gilt dieses Verbot für die Nutzung der entsprechenden Kanäle
nur in der EU. In Gewässern, die vor Nicht-EU-Ländern liegen, können diese Kanäle weiterhin genutzt werden. Je nach Hersteller soll eine eigenständige Umstellung auf einen EU- oder International- Modus möglich sein.